Der Anfang der Holon Theorie

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Nico:
Erstmal ein herzliches Danke für diesen inspirierenden Austausch hier. Ich bin auf der Suche nach Beschreibungen zu einem integralem Raumbegriff (als Weiterentwicklung zu absolutistischen, euklidischen und relativistischen, nicht-euklidischen Raumvorstellungen) in diesem Thread auf folgende Wilber-Zitate gestossen:
"Während individuelle Holons eine dominante Monade haben, haben soziale Holons vielmehr einen dominanten Modus des Diskurses. Oder, wie AQAL es allgemeiner ausdrückt, während individuelle Holons eine dominante Monade haben, haben soziale Holons einen vorherrschenden Modus von gegenseitiger Resonanz."
"Individuelle Holons haben unter anderem vier Quadranten, und die soziale Dimension dieser individuellen Holons entfaltet sich in Form von Stufen, die mit den anderen Quadranten in diesem Individuum in Korrelation stehen. Aber Kollektive oder soziale Holons haben keine vier Quadranten, deshalb entfalten sie sich nicht zwangsläufig in diesen vertikalen Typstufen."
Wilber, Integrale Spiritualität.
Inzwischen ist das HigherWe ja keine Zukunftsmusik mehr, deshalb einige Fragen.
Betrachte(n) ich/wir das "Höhere Wir" (die dominante Monade des Holons) als räumliche und nicht-räumliche Struktur eines sozialen Holon mit kooperativen, autonomen Agenten, fallen OL und UL sowie OR und UR zusammen, da die Subjekt-Objekt-Trennung im "Raum/Feld" des "Höheren Wir" in den inneren Quadranten wegfällt (die wiederum die Strukturen und Handlungen der Mitglieder und des sozialen Holons beeinflusst und von diesen beinflusst wird).
Steht das nicht im Widerspruch zu Wilbers Aussage im zweiten Zitat, das soziale Holone keine 4 Quadranten (bzw. nur die kollektiven UL und UR Quadranten haben) oder verfange ich mich in falschen Differenzierungen bzw. Vermischungen?
Und falls ja, wie sieht dann der Prozess der Tetra-Evolution der Strukturen, Ebenen, Linien aus (Typologien und Zustände mal rausgenommen)?

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